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How to Gen Z? Business Breakfast zwischen BILLY-Regalen und Zimtschnecken

  • Autorenbild: Leucht One
    Leucht One
  • 3. Juli
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Juli

Leucht One goes IKEA: Gemeinsam mit IKEA Berlin-Lichtenberg haben wir ein Business Breakfast rund um Gen Z Recruiting, Talentgewinnung und die Erwartungen junger Talente veranstaltet.


Berlin, 02.07.2026

Donnerstagmorgen, 07:30 Uhr. Nicht unbedingt unsere klassische Uhrzeit. Aber wenn es darum geht, vor allen anderen im IKEA Store zu sein, zwischen BILLY-Regalen, frischem Kaffee und Zimtschnecken über die Arbeitswelt von morgen zu sprechen, sind wir natürlich dabei.

Gemeinsam mit Manuel Matthes von IKEA haben wir ein exklusives Business Breakfast für Unternehmen aus der Region ausgerichtet. Mit dabei waren u.a. der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V., der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis e.V. (MHWK) und das Unternehmer Netzwerk Herzbergstraße e.V. Im Mittelpunkt stand eine Frage, die viele Arbeitgeber aktuell beschäftigt:

Wie gewinnen und binden Unternehmen junge Talente, wenn sich Erwartungen an Arbeit, Führung und Bewerbungsprozesse spürbar verändert haben?


Den inhaltlichen Auftakt gab unsere Kollegin Selina Schröter, LinkedIn Top Voice der Next Gen und Expertin für Nachwuchsgewinnung, Employer Branding und Recruiting. In ihrem Impuls „Unlock Gen Z“ ging es nicht um Klischees über junge Menschen, sondern um ein besseres Verständnis dafür, wie Unternehmen ihre Recruiting-Strategien, Candidate Journeys und Arbeitgeberkommunikation weiterentwickeln können.


Vorab war ihr dabei eine Einordnung besonders wichtig: Eine Generation ist keine homogene Zielgruppe. Wer über Gen Z spricht, sollte nicht den Fehler machen, Millionen junger Menschen auf wenige Eigenschaften zu reduzieren. Viel entscheidender ist der Blick darauf, welche strukturellen Veränderungen junge Talente im Arbeitsmarkt sichtbar machen und welche Erwartungen inzwischen generationsübergreifend relevanter werden. Denn oft geht es weniger um Unterschiede zwischen Generationen, sondern um gemeinsame Bedürfnisse: gute Führung, klare Kommunikation, Entwicklungsperspektiven, Flexibilität und das Gefühl, mit der eigenen Arbeit wirksam zu sein.

Gen Z Recruiting beginnt nicht erst bei der Stellenausschreibung

Viele Unternehmen suchen aktuell nach Antworten auf dieselben Fragen: Warum erreichen wir junge Talente nicht mehr so gut wie früher? Warum brechen Bewerber:innen im Prozess ab? Warum reichen klassische Stellenanzeigen, Karriereseiten und Benefits nicht mehr aus?

Die zentrale Erkenntnis des Vormittags: Gen Z Recruiting beginnt deutlich früher als beim Bewerbungsgespräch.

Junge Talente erwarten heute mehr Orientierung, mehr Transparenz und mehr Passung. Sie wollen verstehen, wofür ein Unternehmen steht, wie Führung gelebt wird und ob die Unternehmenskultur wirklich zu dem passt, was nach außen kommuniziert wird.

Dabei geht es nicht darum, Recruiting künstlich „jung“ zu machen. Es geht darum, die eigene Arbeitgeberattraktivität ehrlich, verständlich und zielgruppengerecht sichtbar zu machen.


Selina Schröter spricht beim IKEA Business Breakfast über Gen Z Recruiting, Employer Branding und Strategien zur Gewinnung junger Talente
Gen Z Expertin Selina Schröter kurz vor ihrem Vortrag bei IKEA

Was IKEA hier direkt richtig macht

Dass das Event mitten im Store stattfand, war kein Zufall und mehr als eine schöne Kulisse. IKEA zeigt an vielen Stellen, wie Unternehmen ihre jeweiligen Zielgruppen dort erreichen können, wo sie sich bereits bewegen: nahbar, niedrigschwellig und mit einem klaren Verständnis für Lebensrealitäten.

Genau hier liegt für viele Unternehmen eine große Chance. Wer junge Nachwuchskräfte gewinnen will, muss sich fragen:

Wo findet meine Zielgruppe wirklich statt? Welche Touchpoints sind relevant? Und wie fühlt sich der erste Kontakt mit meinem Unternehmen an?

Denn erfolgreiche Gen Z Recruiting-Strategien entstehen nicht durch einzelne Kampagnen. Sie entstehen durch eine konsequent gedachte Candidate Journey: vom ersten Kontakt über die Bewerbung bis zum Onboarding.


Von Employer Branding zu echter Arbeitgeberattraktivität

Ein wichtiger Schwerpunkt des Business Breakfasts war der Unterschied zwischen klassischem Employer Branding und echter Arbeitgeberattraktivität.

Employer Branding wirkt nur dann, wenn es nicht bei Hochglanz-Kommunikation stehen bleibt. Junge Talente erkennen sehr schnell, ob ein Unternehmen nur modern wirken möchte oder ob Kultur, Führung und Kommunikation tatsächlich zusammenpassen.

Selina Schröter zeigte auf, warum Unternehmen ihre Recruitingkanäle und Botschaften regelmäßig hinterfragen sollten. Besonders relevant sind dabei:

Transparenz im Bewerbungsprozess: Junge Bewerber:innen wollen wissen, was sie erwartet, welche Schritte folgen und wie Entscheidungen getroffen werden.

Klarheit in der Kommunikation: Stellenanzeigen müssen verständlich machen, was die Rolle wirklich bedeutet, welche Entwicklung möglich ist und welche Erwartungen bestehen.

Führung als Entscheidungsfaktor: Gerade für junge Talente ist Führung kein Nebenthema. Sie achten darauf, ob Feedback, Entwicklung und Zusammenarbeit ernst genommen werden.

Authentische Einblicke: Unternehmen gewinnen Vertrauen, wenn sie reale Menschen, Arbeitsweisen und Situationen sichtbar machen statt austauschbare Karrierefloskeln zu verwenden.


Gen Z verstehen heißt nicht, Stereotype zu bedienen

Ein häufiger Fehler in der Diskussion um Gen Z: Junge Menschen werden entweder idealisiert oder problematisiert. Beides hilft Unternehmen nicht weiter.

Beim Business Breakfast ging es deshalb bewusst nicht darum, die nächste Generation auf einfache Schlagworte zu reduzieren. Stattdessen stand die Frage im Fokus, wie Unternehmen generationsübergreifend besser verstehen können, was sich im Arbeitsmarkt verändert hat.

Die Erwartungen junger Talente sind oft kein Sonderwunsch einer einzelnen Generation, sondern ein Spiegel größerer Entwicklungen: mehr Wunsch nach Orientierung, mehr Bedürfnis nach guter Führung, mehr Sensibilität für Sinn, Flexibilität und Entwicklung.

Für Unternehmen bedeutet das: Wer Gen Z besser versteht, verbessert häufig nicht nur sein Recruiting, sondern auch die Zusammenarbeit insgesamt.


Candidate Journey: Der Bewerbungsprozess als Visitenkarte

Ein weiterer zentraler Punkt stellt der Einstieg in die Candidate Journey dar. Denn für junge Talente ist der Bewerbungsprozess oft der erste echte Praxistest eines Arbeitgebers.

Lange Rückmeldezeiten, unklare Kommunikation, komplizierte Bewerbungswege oder austauschbare Standardtexte senden ein klares Signal. Nicht immer das gewünschte.

Eine transparente Candidate Journey dagegen zeigt: Dieses Unternehmen ist organisiert, wertschätzend und versteht, dass Bewerbung heute keine Einbahnstraße mehr ist.

Gerade im Wettbewerb um Nachwuchskräfte, Auszubildende, dual Studierende und junge Fachkräfte kann dieser Unterschied entscheidend sein.


Warum Leucht One das Thema junge Generation strategisch denkt

Für Leucht One ist das Thema junge Generation nicht nur ein Recruiting-Thema. Es ist Teil unserer Arbeit an der Schnittstelle von Raum, Community, Arbeitskultur und Zukunftsfähigkeit.

Als Unternehmen entwickeln, betreiben und begleiten wir Orte, an denen Menschen zusammenkommen, arbeiten, lernen und sich vernetzen. Genau deshalb beschäftigen wir uns intensiv damit, wie moderne Arbeitsumfelder gestaltet sein müssen, damit unterschiedliche Generationen produktiv zusammenarbeiten können.

Auch in unserem Projekt werkhain, unserem Coworking Space & Headquarter in Berlin-Friedrichshain, arbeiten wir mit IKEA als starkem Partner zusammen. Dort wird täglich sichtbar, wie wichtig Räume für Begegnung, Austausch und neue Arbeitsformen sind. Junge Gründer:innen, Kreative, Selbstständige und Unternehmen treffen aufeinander, nicht in sterilen Arbeitsumgebungen, sondern in einem lebendigen Umfeld, das Community und Funktion verbindet.

Das Business Breakfast bei IKEA hat diese Perspektive noch einmal auf eine andere Ebene gebracht: Wie gestalten Unternehmen nicht nur Räume, sondern auch Prozesse und Kommunikation so, dass junge Talente sich angesprochen fühlen?


Was Unternehmen aus dem Vormittag mitnehmen können

Gen Z Recruiting funktioniert nicht über einzelne Buzzwords. Es braucht ein klares Verständnis für Zielgruppen, glaubwürdige Kommunikation und Prozesse, die zur Realität junger Talente passen.

Unternehmen sollten ihre Recruiting-Strategie deshalb nicht nur aus interner Perspektive betrachten, sondern konsequent aus Sicht der Bewerber:innen denken:

Wie sichtbar sind wir für junge Talente? Wie verständlich ist unser Angebot als Arbeitgeber?

Wie schnell und transparent ist unser Bewerbungsprozess?

Wie glaubwürdig ist unsere Kommunikation?

Und wie gut passt das, was wir nach außen sagen, zu dem, was intern wirklich gelebt wird?

Wer diese Fragen ernsthaft beantwortet, schafft die Grundlage für bessere Talentgewinnung, stärkere Arbeitgeberattraktivität und nachhaltigere Bindung junger Mitarbeitender.


Fazit: Gen Z Recruiting ist kein Trend, sondern Führungs- und Kulturaufgabe

Das Business Breakfast mit IKEA hat gezeigt: Die Frage „How to Gen Z?“ lässt sich nicht mit einer einfachen Recruiting-Kampagne beantworten.

Es geht um Klarheit und echte Veränderungsbereitschaft. Unternehmen, die junge Talente gewinnen wollen, müssen verstehen, dass sich nicht nur Kommunikationskanäle verändert haben, sondern auch Erwartungen an Arbeit, Führung und Entwicklung.

Zwischen Kaffee, Zimtschnecken und IKEA-Regalen wurde deutlich: Zukunftsfähiges Recruiting beginnt dort, wo Unternehmen bereit sind, junge Perspektiven nicht als Herausforderung, sondern als strategische Chance zu verstehen.



Selina Schröter für Keynotes, Workshops und Beratung buchen

Wer junge Talente besser verstehen, gewinnen und langfristig binden möchte, braucht mehr als pauschale Generationenlabels. Es braucht klare Strategien, ehrliche Perspektiven und konkrete Ansätze für Recruiting, Employer Branding, Führung und Zusammenarbeit.


Selina Schröter begleitet Unternehmen genau dabei: mit inspirierenden Impulsvorträgen, praxisnahen Workshops und strategischer Beratung rund um Gen Z, Nachwuchsgewinnung, Candidate Journey und moderne Arbeitgeberattraktivität.

Ob als Keynote für Führungskräfte, Workshop für HR- und Recruiting-Teams oder Sparring zur Weiterentwicklung bestehender Employer-Branding- und Recruiting-Strategien: Selina bringt junge Perspektiven, Unternehmenspraxis und konkrete Handlungsempfehlungen zusammen.


👉 Interesse an einem Vortrag, Workshop oder Beratungstermin mit Selina Schröter?Dann nehmt gern Kontakt mit uns auf.

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